Eines Tages verschwand Karola

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Judith Gruber-Rizy brilliert erneut und schafft in ihrem Roman vielschichtige Figuren, die die Dynamik des Lebens in seiner vollen Bandbreite zeigen.

Damit, dass sich Antigone, meine Freundin seit Kindertagen, schließlich auf die Suche nach Karola begeben würde, hatte ich jedoch auch nicht gerechnet. Aber genau so kam es und je mehr Antigone über Karola in Erfahrung brachte, desto größer wurde nicht nur mein Erstaunen über Karola, sondern auch die Distanz zwischen mir und Antigone.

Rosa ist eine selbstbewusste, sicher situierte Frau. Doch das war nicht immer so. Den Anstoß zu ihrer persönlichen Entwicklung gab einst das spurlose Verschwinden einer Bekannten: Karola. Als Rosa ihrer energischen Freundin Antigone vom Verschwinden erzählt, ist die sofort Feuer und Flamme und nimmt sich prompt vor, Karola wiederzufinden. Rosa verfolgt skeptisch Antigones Suche und erkennt bald, dass das Leben der unauffälligen Karola eine einzige Lüge ist. Und es zeigt sich, dass die Lebensentwürfe aller drei Frauen auf wackeligen Beinen stehen. Klar ist: Wäre Karola nicht verschwunden, wäre alles gänzlich anders verlaufen. Doch wie hat Karola gerade durch ihre Abwesenheit Rosas und Antigones Leben derart beeinflussen können?

Zur Leseprobe (PDF):

  • Hardcover – EURO 19,90
    ISBN 978-3-903091-43-6
    264 Seiten, Roman
    VÖ 1.5.1018

Pressestimmen

Etcetera – Oktober 2018
Rosa spricht einerseits aus der Distanz und flicht andererseits Passagen ihrer während der Suche nach Karola geschriebenen Aufzeichnungen ein. »Eines Tages verschwand Karola« ist ein spannender, aber auch angenehm ruhiger Roman, geschickt entworfen und entwickelt, geschrieben in einer exzellenten und ästhetischen Sprache, wie man sie heute leider nur mehr selten findet. Das Buch sei somit wärmstens empfohlen.„, Klaus Ebner

Kulturbericht OÖ

Wenn Unvorhergesehenes passiert kann das Leben eine entscheidende Wendung nehmen. So ergeht es der Protagonistin Roman von Judith Gruber-Rizy. -Astrid Windtner

Autorin
Judith-Gruber-Rizy

Foto: Benjamin Rizy

Geboren am 1.November 1952 in Gmunden, aufgewachsen in Oberösterreich (Altmünster und Attnang-Puchheim). Zwischen 1971 und 1990 als Journalistin bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen hauptsächlich in Wien tätig. Daneben Studium der Germanistik und Theaterwissenschaften in Wien. 1986 Promotion zum Doktor phil. mit einer Dissertation über den oberösterreichischen Schriftsteller Franz Kain. Lebt freischaffend in Wien und Oberösterreich (Bad Leonfelden).

Literarische Arbeiten seit 1991. Zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedenen österreichischen Literaturzeitschriften und Anthologien sowie im Hörfunk. Ausgezeichnet mit dem Theodor-Körner-Preis und dem Max-von-der-Grün Literaturpreis. Teilnahme an Text und Kritik 2007 in Liechtenstein. Mehrere projektbezogene Arbeitsstipendien des Bundes und des Landes Oberösterreich.

Mitglied der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung, stellvertretende Vorsitzende des Österreichischen Schriftstellerverbandes von 2009 – 2013, Mitglied der europäischen Autorenvereinigung Kogge.

Veröffentlichungen:
„Aurach“ , Roman. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra u. Wien 2002
„Zwischen Landschaft“, Kurzprosa. Edition Innsalz, Aspach-Wien-Meran 2006
„Einmündung“, Roman. Verlag Kitab, Klagenfurt 2008
„Drift“, Roman. Edition Art Science, St. Wolfgang – Wien 2009
„Schwimmfüchslein“, Roman, Limbus Verlag, Innsbruck 2013
„Der Mann im Goldrahmen“, Roman, Verlag Wortreich, Wien 2016