Der Liebesdilettant – Andreas Tiefenbacher

Info

„Hatte sie ihn nicht für lebensuntüchtig und unselbständig gehalten? Er wollte ihr beweisen, dass er das nicht war.“
Wenzel Wurm, Zivildiener beim Rettungsdienst im heimatlichen Salzkammergut, verbringt seine freie Zeit lieber mit ein paar Flaschen Bier und einem Stapel Büchern, als mit seiner sportlichen
Freundin Marion im Zelt oder gar unter freiem Himmel. Das Ende dieser Beziehung lässt sich irgendwann nicht mehr leugnen – weder aufgeschlitzte Pulsadern, oder Therapie, kontemplatives Wandern, noch ein gemeinsamer Griechenland-Urlaub retten Wenzel vor dieser Katastrophe. So beginnt er ein neues Singledasein in Wien. Verkauft mal Bücher bei Thalia, mal Noten bei Doblinger, sucht mal per Zeitungsannonce, mal im Internet Ersatz für Marion, schafft es aber nirgendwo und mit niemandem, Halt zu finden. Vielmehr stürzt er sich mit seiner Art, immer ein bisschen schwarz zu sehen, und Nähe zu suchen, aber Beziehungen auszuweichen, in ein endloses Scheitern, ohne jemals wirklich aufzuschlagen.

Andreas Tiefenbacher zeichnet das Portrait eines Antihelden, den Arthur Schnitzler einen Liebesdilettanten genannt hätte.

Zur Leseprobe (PDF):

  • Hardcover – EURO 19,90
    ISBN 978-3-903091-25-2
    248 Seiten, Roman
    VÖ 16.1.2017
  • eBook – EURO 9,99 – erhältlich auf allen Plattformen
    ISBN 978-3-903091-29-0
    VÖ 16.1.2017

Pressestimmen

Literaturhaus Wien
Tiefenbacher gelingt es, Wenzels dilettantisches Liebesleben mit einer mitreißende Handlung zu verschweißen, an deren Nahtstellen die LeserInnen schmunzeln, nachdenken und doch mitfühlen.

Autor

Geboren 1961 in Bad-Ischl. Lebt nach einem Studium der Deutschen Philologie und Geschichte als Sozialpädagoge und Betriebsratsvorsitzender in Bad-Goisern und Wien.
Seit 1988 Veröffentlichungen in Literatur- und Kulturzeitschriften, Anthologien sowie im Österreichischen Rundfunk.
1995 Aufnahme in die Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV)
Seit 2001 auch Literaturkritiken für Bücherschau, Die Furche, kolik, Kulturbericht Oberösterreich, Letnapark. Prager Kleine Seiten, Literaturhaus Wien Buchmagazin, literaturkritik.de, Literatur und Kritik.
Begründer der Anti-Heimatparodie. Siehe dazu: Modern Austrian Literature, Vol. 36, 2003
Mehrere Preise und Stipendien, unter anderem die Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich 1996, den Ernst Koref-Preis 2005 und das Mira Lobe-Stipendium 2008.